Lake Powell 2006

Zum Lake Powell kann man stehen wie man will. Der Fakt das er nun mal exestiert und einige Tipps von Kollegen haben uns bewegt ihn einmal genauer zu erkunden. Wir waren ja schon 2005 fuer einen Tag am See und waren von den verschiedenen Rottoenen kombiniert mit dem blauen Wasser beeindruckt. Der urspruengliche Plan war den See mit Kanu zu befahren. Aber nach einiger Recherche sind wir zu dem Entschluss gekommen uns ein kleines Motorboot zu mieten und am Ufer zu campen. Zwar gibt es auch Hausboote zu mieten, diese sind aber fuer zwei zu gross und viel zu teuer. Ungluecklicher weise erwischten wir die heisseste Woche des Jahres, so das die Temperaturen weit ueber 40 Grad lagen.

Blick vom Rand auf den tief eingeschnittenen Colorado.

Auf dem Weg zum Lake Powell haben wir noch einen Abstecher zum Northrim des Grand Canyon gemacht. Diesen sollte man unbedingt machen, wenn man in der Naehe ist. Der Northrim liegt im Gegensatz zum Southrim um einige hundert Meter hoeher und es gibt eine total andere Vegetation. Zum Rim fuehrt nur eine schmale Stichstrasse, die man auch wieder zurueck fahren muss.

Auf dem Weg vom Northrim zum Lake Powell kommt man an den Vermillion Cliffs vorbei. Dort gibt es die bekannte “Wave” Formation.

Am ersten Tag ging’s recht zeitig los um uns an’s Boot zugewoehnen und abends rechtzeitig einen Platz fuer’s Zelt zu finden. Auf dem See gibt es in einigen Abstand einige Marinas, wo man tanken und einkaufen kann.

So schaut ein typischer Zeltplatz aus. Nur mit dem Verankern des Bootes war es nicht immer ganz einfach.

Das hier war unser einsamster Platz...

Wenn’s zu warm wird, springt man halt einfach ins Wasser. Obwohl bei 30 Grad Wassertemperatur der Effekt nicht mehr allzu gross ist. Am besten ist es mit Schwimmweste und sich dann einfach treiben lassen.

Geht das Boot durch oder nicht? Es ging...

In Page beginnt/endet der Lake Powell.

Am Anfang war’s noch recht ungewohnt und nach einem techn. Defekt am 1. Tag (nicht unsere Schuld) wird einem die kleine Nusschale immer vertrauter.

Zur Rainbow Bridge kommt man nur noch zu Fuss hin. Frueher ging das Wasser mal bis unter die Bruecke. Fuer eine Meile Fussmarsch, verbrauchten wir fast einen Liter Wasser.

In den zahlreichen Seitenarmen gibt es tolle ueberhaengende Coves.

Am interessantesten sind die Erkundungsfahrten bis ans Ende der einzelnen Nebencanyons. Oft sind die Kanaele gerade nur so breit wie das Boot und werden dann wieder weiter. Am Ende findet sich dann das gestaute Treibholz und man muss ganz schoen aufpassen, das man die Schraube nicht beschadigt.

Wunderschoene Sandsteinformationen. Aber man muss sich ganz schoen vor diesen nur leicht aus dem Wasser ragenden “Inseln” in acht nehmen.

Nach vier Tagen auf dem Wasser und bruetender Hitze ging es wieder zurueck. Wir waehlten natuerlich nicht den direkten Weg, sondern nahmen noch ein paar sehenswerte Landschaften mit. Von Page fuhren wir die Cottonwood Road quer durchs Esacalante Nationalmonument zum Kodakbasin. Die Farben und die Formen hier sind schon recht verrueckt.

Nach all den tollen Farben vorher,waren wir vom Kodakbasin gar nicht mehr so beeindruckt. Ausserdem zog gerade ein Gewitter auf.

Nach der Hitze wollten wir diese Nacht im Kuehlen verbringen und fuhren von Arizona, uber Utah nach Nevada. Unser Ziel war der Great Basin NP. Dort gibt es mehrere Campgrounds in kuehleren Hoehen. So auf 2500m ungefaehr. Die Strassen dahin sind so typisch amerikanisch. Schnurgerade gehts uber hunderte von Meilen.

Der Grosvenorarch ist ein kurzer Abstecher von der Cottonwooodcanyon Road. Aber er hat sich auf alle Faelle gelohnt.

Im Great Basin NP gibt es, neben Californien, die einzigen Bristlecone Pines. Sie wachsen erst ueber 3000m in einer ansonsten kargen Landschaft. Ausserdem gibt’s hier den einzigen Gletscher von Nevada. Bis zu diesem fuehrt ein schoener Wanderweg vorbei an den Bristlecones und kleinen Seen.

Wieder back in CA uebernachteten wir auf einem bekannten Campground bei Bishop. Am nachsten Tag fuhren wir weiter zu den Eureka Sand Dunes im Deathvalley NP. Bis dahin war die Strasse noch relativ normal befahrbar. ERst der Weiterweg ins eigentliche Deathvalley war dann sehr holprig.

[zurueck zu Urlaube]

Im Deathvalley hatten wir dann den Hitzerekord unseres Urlaubs eingestellt. Auf dem Bordcomputer kann man 114F ablesen. Das sind ca. 46C!